Augsburger Motettenchor begeistert über 800 Zuhörer:innen in Leipziger Thomaskirche
- 23.06.2026 -
Vor rund 800 Zuhörerinnen und Zuhörern gestaltete der Augsburger Motettenchor am Freitag, 12. Juni 2026 die traditionelle Motette in der Leipziger Thomaskirche. Der Auftritt fand überdies im Rahmen des berühmten Leipziger Bachfests statt und wurde für das 40-köpfige Ensemble zu einem musikalischen Höhepunkt und einem gemeinsamen Festivalwochenende mit vielen weiteren Konzerterlebnissen.
Ein besonderer Höhepunkt für den Augsburger Motettenchor: Mit 40 Sängerinnen und Sängern war das Ensemble beim Bachfest Leipzig zu Gast und gestaltete am 12. Juni die traditionelle Motette in der Thomaskirche. Unter der Leitung von Annakantor KMD Johannes Eppelein gestaltete der Motettenchor gemeinsam mit Thomasorganist Johannes Lang (Orgel) und Reverend Dr. Robert Moore (Liturgie) die abendliche Feierstunde.
Die Thomaskirche, Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs, zählt zu den bedeutendsten Orten der evangelischen Kirchenmusik weltweit. Die Einladung zum Bachfest Leipzig und die Mitwirkung an der traditionsreichen Motette stellen für den Augsburger Motettenchor eine besondere Auszeichnung dar.
Auf dem Programm standen Werke aus mehreren Jahrhunderten der Chormusik, die zum Teil vom Bachfest Leipzig vorgegeben waren. So sollte eine Motette von Johann Ludwig Bach im Zentrum des Programms stehen. Weiter waren eine Vertonung des Magnificats, ein Kyrie sowie eine zum Lesungstext passende Evangelienmotette zu singen. Die Wahl fiel schließlich mit dem doppelchörigen „Magnificat primi toni“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina und dem „Kyrie" aus der Es-Dur-Messe von Josef Gabriel Rheinberger auf Meilensteine der Chormusikgeschichte. Weiter sang der Motettenchor die Psalmmotette „Das ist meine Freude“ von Johann Ludwig Bach sowie Motetten von Julius Röntgen und Knut Nystedt.
Wen der bloße Ort - unmittelbar vor der Grabplatte von Johann Sebastian Bach - nicht schon zu sängerischen Höchstleistungen anspornte, den motivierte die große Resonanz des Publikums. Einmal in der Thomaskirche singen - damit ging für viele Sängerinnen und Sänger ein lang gehegter Lebenstraum in Erfüllung. An einem Ort musizieren zu dürfen, der so eng mit dem Wirken des großen Komponisten verbunden ist, wurde von allen als ein hoch emotionaler Moment erlebt.
Für viele Chormitglieder endete die Reise nicht mit dem Konzert. Ein Großteil verbrachte das gesamte Wochenende in Leipzig und nutzte die Gelegenheit, zahlreiche weitere Veranstaltungen des Bachfests zu besuchen. Die Konzerte mit international renommierten Ensembles und Solistinnen und Solisten - der "Crème de la Crème" der Alten Musik - hinterließen nachhaltigen Eindruck und machten die Reise zu einem musikalisch bereichernden Gemeinschaftserlebnis weit über den eigenen Auftritt hinaus.