Kantor Johannes Eppelein

 

Kontakt

Im Annahof 4
86150 Augsburg
+49 821 450 17 5130
johannes.eppelein@elkb.de
 
 
Stellenstruktur
  • Dienstsitz: St. Anna Augsburg
  • 100% Dienstauftrag in der Kirchengemeinde St. Anna
 
Tätigkeitsschwerpunkte
 

Beruflicher Werdegang

Johannes Eppelein wurde 1988 in Regensburg geboren und studierte von 2009 bis 2018 Evangelische Kirchenmusik A, Chordirigieren (Bachelor und Master) und Gesangspädagogik (Bachelor) an der Hochschule für Musik und Theater München. Während seines Studiums war er Kantor an der Jerusalemkirche Taufkirchen/München, außerdem Bezirkschorleiter für die Posaunenchöre im Dekanat München. Berufliche Stationen als hauptamtlicher Kirchenmusiker waren seit 2016 die Christuskirche München (Praxisjahr), die Erlöserkirche Rosenheim (Dekanatskantor) und die Stiftskirche Lahr (Bezirkskantor, A-Stelle). Zum 1. Februar 2023 wurde er zum Kantor an St. Anna in Augsburg berufen.

Von 2017 bis 2019 war Johannes Eppelein Stipendiat des Deutschen Musikrats im „Dirigentenforum“, einem Förderprogramm für Nachwuchsdirigenten. Innerhalb dieses Stipendiums konnte er mit der Singakademie Dresden, dem Philharmonischen Chor Berlin, dem Chor der Oper Leipzig und dem WDR-Rundfunkchor in Kursen mit Prof. Jörg-Peter Weigle, Thomas Eitler-de Lint und Prof. Stefan Parkman arbeiten. Weitere Meisterkurse besuchte er bei Prof. Franz Josef Stoiber (Orgel), Prof. Norma und Timothy Sharp (Gesang) und Klaus Mertens (Historische Aufführungspraxis). Von 2018-2019 hatte er einen Lehrauftrag für ein Chorseminar an der Universität der Bundeswehr München-Neubiberg inne. Von 2018 bis 2021 und wieder seit 2024 ist er Mitglied des Verbandsrates des Verbandes evang. Kirchenmusiker*innen in Bayern e.V., 2021 außerdem dessen Vizepräsident. Im Juli 2025 wurde er zum Präsidenten des Verbandes evang. Chöre in Bayern „Singen in der Kirche“ e.V. gewählt. 2025 initiierte er die "Bayerische Landesjugendkantorei", den Auswahlchor für junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, und ist seitdem deren künstlerischer Leiter. Für seine Verdienste um die Kirchenmusik wird Johannes Eppelein 2026 mit dem Jahrespreis der Buecher-Dieckmeyer-Stiftung geehrt. Mehrere seiner Kompositionen für Chor, Kinderchor und Bläser sind im Strube-Verlag erschienen. 
 

Und mal ganz persönlich...

Aufgewachsen bin ich in einem Pfarrhaus in der süd-oberpfälzischen Peripherie, also in einer Gegend, wo einem „Evangöllische“ nur in homöopathischer Dosierung über den Weg laufen. Dank meiner musikbegeisterten Eltern war meine Heimatgemeinde mit Kirchen- und Posaunenchor nichtsdestotrotz die perfekte „Spielwiese“ für meine ersten kirchenmusikalischen Gehversuche. So übernahm ich noch zu Schulzeiten die Jungbläserausbildung im Posaunenchor und gründete zwei Singchöre. Zu meiner Überraschung ergatterte ich „Landkind“ nach Abitur und Zivildienst dann tatsächlich einen Studienplatz an der Musikhochschule in der „Metropole“ München, nicht ahnend, dass ich die Hochschule erst 17 Semester und mehrere Studienabschlüsse später (Kirchenmusik, Chordirigieren und Gesangspädagogik) wieder verlassen sollte.
 
Ähnlich wie schon zu Schulzeiten floss auch während des Studiums viel Herz, Kraft und noch mehr Zeit in die praktische Kantorenarbeit: Den Höhepunkt meiner sieben „nebenamtlichen Jahre in Vollzeit“ an der Jerusalemkirche Taufkirchen bildete die Aufführung des kompletten Bach’schen „Weihnachtsoratorium“ mit über 130 Mitwirkenden. Nach meinem Praxisjahr an der Christuskirche München war Rosenheim meine erste hauptamtliche Kantorenstation. Viele Menschen aus meinen fünf Chören dort sowie die herrliche Landschaft des Chiemgaus sind mir in den viereinhalb Jahren nicht trotz, sondern v.a. wegen Corona sehr ans Herz gewachsen. Als musikalische Highlights aus dieser Zeit bleiben mir v.a. Berggottesdienste mit dem Posaunenchor, das von mir mitinitiierte Chorfestival „Rosenheim singt“, mit dem Jugendchor entwickelte Musicals und eine überwältigende Aufführung des „Requiems“ von W. A. Mozart in Erinnerung. Nach einem einjährigen Perspektivenwechsel im „kirchlichen Ausland“ als Bezirkskantor an der Stiftskirche in Lahr bin ich nun wieder in meiner bayerischen "Heimatlandeskirche" gelandet. Ich empfinde es als ein Privileg, an so einer profilierten Stelle wie die an der St.-Anna-Kirche in Augsburg wirken zu dürfen.
 
Triebfedern meiner Tätigkeit sind neben musikalischem Anspruch Verkündigungwille, Begeisterungsfähigkeit und Menschenliebe. Ja, die Menschen, mit denen oder für die ich in und um St. Anna musiziere, stehen im Zentrum meiner Arbeit. Gerade in Zeiten, in denen sich viele Menschen immer weiter von der Kirche entfernen (oder war es umgekehrt?) möchte ich mich für das Wieder-in-Beziehung- und Wieder-ins-Gespräch-Kommen starkmachen. Musik kann hier Barrieren durchbrechen, Brücken bauen und auf einer tieferen Ebene ansprechen, ganz ohne viele Worte. Welch Schatz hier auch die Lage von St. Anna ist: Mittendrin und nah an den Menschen und am Puls der Stadt.
 
So freue ich mich, Sie kennenlernen und für die Kirchenmusik und insbesondere das Singen in Gottesdienst und Konzert begeistern zu dürfen – sei es als Besucher:in, Zuhörer:in oder Mitglied in einem der Ensembles und Chöre – auf dass die klingende frohe Botschaft viele Herzen erreiche!