Zweite Orgelfahrt nach München und Landshut
- 07.07.2026 -
Erstes Ziel war die Jesuitenkirche St. Michael in München. Dort stellte der hochvirtuose musikalische "Hausherr", Michaelsorganist Peter Kofler die imposante Hauptorgel sowie die erst 2024 fertiggestellte Chororgel von Rieger vor. Die gesamte Orgelanlage verfügt verteilt auf vier Standorte in dem kathedralartigen Kirchenraum über 99 Register. Die Teilnehmer:innen erhielten interessante Informationen zur Geschichte der Instrumente, ihrer technischen Konzeption und ihren vielfältigen klanglichen Möglichkeiten. Für besonderes Staunen sorgte Peter Kofler, als er mit der Gruppe im Hauptschiff stehend über sein Handy vorab aufgenommene Stücke von der Orgel abspielen ließ.
Vier außergewöhnliche Instrumente, spannende Einblicke in den Orgelbau und viele beeindruckende Klangerlebnisse: Die zweite Orgelfahrt für Unterstützerinnen und Unterstützer des geplanten Orgelneubaus in St. Anna am 4. Juli führte die Teilnehmer nach München und Landshut und bot einen abwechslungsreichen Tag voller Musik und Begegnung.
Die zweite Orgelfahrt der Kirchenmusik bei St. Anna führte am Samstag, 4. Juli 2026, eine Gruppe von 11 interessierten Teilnehmer:innen mit KMD Oliver Scheffels (Amtl. Orgelsachverständiger) und KMD Johannes Eppelein nach München und Landshut. Auf dem Programm standen vier bemerkenswerte Orgeln, die sich sowohl in Größe und Bauweise als auch in ihrem Klangcharakter unterscheiden und damit facettenreiche Einblicke in die Baukunst dreier herausragender Orgelbaubetriebe boten.
Nach der Weiterfahrt nach München-Harlaching wurde die Rieger-Orgel in Maria Immaculata von 2016 besichtigt. Oliver Scheffels übernahm die kurze Vorstellung des Instruments, da der dortige Kirchenmusiker Heinz Riedmann verhindert war.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen führte die Fahrt nach Landshut weiter. In der Kirche St. Konrad präsentierte Kirchenmusiker Henri Böhme die 2022 erbaute Klais-Orgel. Auch Pfarrer Thomas Kratzer nahm sich Zeit und erläuterte die Besonderheiten seines "teuersten Möbelstücks". In Erinnerung bleiben die Vielzahl an solofähigen 8'-Stimmen und deren hohe Verschmelzungsfähigkeit. Für Schmunzeln sorgte das Vorführen zweier eigens für das "Laudate Dominum" der Landshuter Hochzeit in die Orgel eingebauter Pauken.
Den Abschluss bildete der Besuch der Kirche St. Martin in München-Moosach, wo Kirchenmusiker Marius Raba die Goll-Orgel von 2015 vorstellte und ihre klangliche Vielfalt demonstrierte. Beeindruckend war hier v.a. die handwerklich-technische Qualität von Verarbeitung, Traktur und Spielanlage, wofür der Schweizer Orgelbau zurecht bekannt ist.
Mit zahlreichen neuen Eindrücken, interessanten Gesprächen und großer Begeisterung für die Vielfalt des Orgelbaus trat die Gruppe am Abend die Rückreise nach Augsburg an. Die Orgelfahrt war für alle Teilnehmer:innen eine bereichernde Gelegenheit, Instrumente dreier prominenter Orgelbaufirmen kennenzulernen, fachlichen Austausch zu erleben und weitere Inspiration und Ideen für die neue Orgel von St. Anna zu bekommen.







