Madrigalchor gewinnt professionellen Chorvideo-Dreh
- 28.07.2026 -
Immer mehr Chöre wollen Videos von sich ins Netz stellen. Aber wie macht man das richtig? Wie erstellt man mit überschaubaren Mitteln und etwas professioneller Unterstützung ein Chorvideo, das sich sehen und hören lassen kann? Genau dabei hilft der Chorverband in der Evangelischen Kirche Deutschland e.V. (CEK) mit seiner Chorvideo-Aktion. Für professionell angeleitete Workshops suchte der CEK bundesweit zehn evangelische Chöre, die ihre Musik in einem Video einsingen und veröffentlichen möchten. Der Madrigalchor wurde ausgewählt und konnte am 9. Juli bei einem intensiven Videodreh drei Stücke aus seinem Repertoire aufnehmen.
Der Madrigalchor bei St. Anna hat schon einige Erfahrung mit Chorvideos und hat sich deshalb für diesen Dreh ein besonderes Konzept überlegt. St. Anna und der Chor wurden regelrecht "inszeniert"! Von den Kirchenbänken komplett befreit, bot der leer geräumte historische Bau eine außergewöhnliche Aktionsfläche, die der Madrigalchor wechselweise in Kreisformation und in strenger „Schachbrettaufstellung“ nutzte. Für das dritte Chorstück zauberte ein Kerzenmeer die passende Stimmung in den Raum, während die fast 70 teilnehmenden Sänger:innen ganz klassisch auf dem Chorpodest standen.
Der ambitionierte Zeitplan dieses aufwändigen Drehs an einem Donnerstagabend konnte minutiös eingehalten werden. Ab 16 Uhr trafen und besprachen sich Timo Harsch (Madrigalchor bei St. Anna), Kantor Johannes Eppelein, Lukas Kleitsch (Tonmeister) und Niklas Dörr (Generalsekretär des Chorverbands in der Evangelischen Kirche Deutschland e.V.) und bauten, während noch Touristen die St.-Anna-Kirche besichtigten, die Bänke im Mittelschiff ab und das technische Equipment auf. Von 19 bis 22 Uhr war der Chor eim Einsatz, danach packten alle mit an, und kaum eine Dreiviertelstunde später war die St. Anna für die anbrechende Nacht wieder ganz die alte.
Nun ist die Spannung groß und alle warten sehnsüchtig auf die Veröffentlichung der drei Chorvideos! Die Erfahrungen aus den zehn Drehs des CEK fließen ein in einen Leitfaden für Chorvideos, der später allen evangelischen Chören zur Verfügung steht. Der CEK finanziert das Projekt mit Fördermitteln.







