Memento mori
Termin
Sa. 21.11.2026, 17:00 Uhr
Musik zu Tod und Ewigkeit aus dem Hause Bach
Werke von Johann Bach, Johann Christoph Bach und Johann Sebastian Bach
Gerlinde Sämann (Sopran)
Nicolas Hariades (Altus)
Richard Resch (Tenor)
Sebastian Myrus (Bass)
Augsburger Motettenchor
Capella St. Anna
Annakantor KMD Johannes Eppelein (Leitung)
Eintritt frei - Spenden erbeten.
Beschreibung
Programm
Knut Nystedt: Immortal Bach
Johann Bach: Unser Leben ist ein Schatten
Joh. Seb. Bach: Komm, Jesu, komm (BWV 229)
Joh. Seb. Bach: Doppelkonzert für Oboe, Violine und Orchester d-Moll (BWV 1043)
Joh. Seb. Bach: Liebster Gott, wenn werd ich sterben? (BWV 8)
Joh. Chr. Bach: Der Mensch, vom Weibe geboren
Joh. Chr. Bach: Es ist nun aus
Joh. Seb. Bach: Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (BWV 106)
Im Mittelpunkt des Konzerts steht die doppelchörige Motette „Komm, Jesu, komm“ (BWV 229) von Johann Sebastian Bahch. Als Trauermusik entstanden drückt sie das sehnliche Verlangen des Kommen Jesu aus: „Komm, Jesu, komm, mein Leib ist müde, die Kraft verschwindt je mehr und mehr. Ich sehne mich nach deinem Friede.“ Weitere inhaltliche Akzente setzen Kompositionen der Bach-Familie: „Unser Leben ist ein Schatten“ von Johann Bach (1604-1673), dem „Vater der Bach-Dynastie“ und Großonkel Johann Sebastians, sowie zwei Motetten von Johann Christoph Bach (1642-1703), dem bedeutendsten Vertreter seiner Generation innerhalb der Familie Bach. Den Rahmen des Konzertprogramms bilden zwei Kantaten von Johann Sebsatian: „Liebster Gott, wann wird ich sterben?“ (BWV 8) mit dem eindrücklichen „Ticken“ der Lebensuhr in Form der schier endlosen Tonrepetitionen der Blockflöte und „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ (BWV 106). Letztgenannte Kantate, die auch als „Actus tragicus“ bekannt ist, wurde beim diesjährigen Bachfest Leipzig zur beliebtesten Kantate Bachs überhaupt gewählt. Alfred Dürr bezeichnet sie als „ein Geniewerk, wie es auch großen Meistern nur selten gelingt“ – und das, obwohl sie als früheste erhaltene Kantate Bachs gilt. Schon der 22jährige Bach vermochte es wie kein anderer Trost aus seiner Musik sprechen zu lassen: Mit der wie einem Stillleben entlehnt wirkenden Trauerbesetzung aus zwei Blockflöten, Gamben und Generalbass schafft Bach einen traumhaften Rahmen für die sensiblen Solo- und Chorstellen der Singstimmen, die entlang der altvertrauten biblischen Sterbetexte jede:n Hörer:in auf eine Reise bis zum Grund der eigenen Existenz mitnehmen.
Es singen die renommierten Solist:innen Gerlinde Sämann (Sopran), Nicolas Hariades (Altus), Richard Resch (Tenor) und Sebastian Myrus (Bass). Der Augsburger Motettenchor wird begleitet von der Capella St. Anna. Die Leitung liegt in den Händen von KMD Johannes Eppelein, dem im Rahmen des Konzerts auch der Jahrespreis der Bücher-Dieckmeyer-Stiftung für sein kirchenmusikalisches Schaffen verliehen wird. Der Eintritt ist frei, um eine großzügige Spende für die Kirchenmusik bei St. Anna wird gebeten.
Veranstaltungsort
Veranstalter
Kirchenmusik bei St. Anna
Im Annahof 4
86150 Augsburg
Telefon: +49 821 450 17 5130




