Bach: Hohe Messe in h-Moll, BWV 232
Termin
Sa. 01.08.2026, 19:30 Uhr
- Gastkonzert -
Katarzyna Jagiello (Sopran)
Anna Stephany (Alt)
Andreas Weller (Tenor)
Thomas Gropper (Bass)
Vokal-Ensemble 15
Trompeten-Ensemble Klaus Dann
Collegium Instrumentale Stuttgart
Albrecht Schmid (Leitung)
Eintritt: 25 € (15 € für Studierende)
Karten sind ab 18.45 Uhr an der Abendkasse erhältlich.
Beschreibung
Bachs h-moll-Mese ist zweifellos eines jener unerreichten Gipfelwerke, die als Wegmarken der Musikgeschichte wesentlich wurden. In diesem imposanten Werk versammelt Bach alles, was barocke Kompositionskunst bis dahin hervorgebracht hat, und die Tatsache, dass er die Messe in seinen späten Lebensjahren, frei von allen Erfordernissen einer praktischen Aufführung, nochmals überarbeitete, belegt sein Anliegen, das gesamte Werk der Nachwelt zu erhalten - für einen Komponisten, dessen Kirchenkantaten nach einer einzigen Aufführung gewöhnlich in der Schublade verschwanden, ein beachtenswerter Umstand.
Kyrie und Gloria hatte Bach zunächst mit einem Gesuch um Verleihung des Titels "Hofcompositeur" 1733 bei seinem Landesfürsten in Dresden eingereicht. Ob es dort je zu einer Aufführung kam, ist fraglich, denn die Stimmen (heute in der königlich-sächsischen Privatbibliothek) weisen keinerlei Benutzungsspuren auf. Auch im Leipziger Gottesdienst ist das gesamte Werk wohl nie erklungen - allerdings sind einige Sätze Umarbeitungen eigener Kantatenchöre.
Abgesehen davon, dass Bach drei Jahre auf die erbetene Ernennung warten musste, ist die tiefreligiöse Musik der h-moll-Mese imstande, alle Wirrungen ihrer Entstehung vergessen zu machen und den Hörer in bewegte Ergriffenheit zu versetzen.
Nicht allein die ästhetische Dimension sichert der h-moll-Messe ihren besonderen Platz, sondern die vollkommene Durchdringung der geistlichen Substanz mittels souveräner Handhabung instrumentaler und vokaler Kompositionstechniken.
Bis heute stehen wir staunend vor diesem Meisterwerk, und wer die perfekte Balance zwischen polyphonem Intellekt und tiefgreifender Emotion sucht, wird von der h-moll-Messe umfassend begeistert.
Das Vokal-Ensemble 15 widmet sich seit seiner Gründung 1990 vor allem früh- und hochbarocken Chorwerken. Regelmäßige Konzerte, Reisen und einige CD-Aufnahmen zeugen von einer stetigen Arbeit am Repertoire und am Chorklang. 2015 war das Ensemble gemeinsam mit dem CIS in Berlin und Brandenburg für acht Aufführungen der h-moll-Messe. 2026 steht das Werk erneut auf dem Programm und ist in einigen Konzerte im süddeutschen Raum zu hören.
Veranstaltungsort
Veranstalter
Kirchenmusik bei St. Anna
Im Annahof 4
86150 Augsburg
Telefon: +49 821 450 17 5130




