Wenn am Karfreitag in St. Anna Passionsmusik erklingt, gehört das für viele Musikliebhaber:innen in Augsburg zur Tradition. In diesem Jahr steht ein Werk im Mittelpunkt, das nur selten zu hören ist und eine besondere Überlieferungsgeschichte hat: Die Markuspassion (BWV 247) von Johann Sebastian Bach.
Viele Karten sind schon verkauft. Sichern Sie sich daher jetzt noch einen guten Platz für die Aufführung am Karfreitag, 3. April um 15 Uhr in St. Anna.
Die Markuspassion erklingt zur Todesstunde am Karfreitag, 3. April 2026, um 15 Uhr in St. Anna in der erst wenige Jahre alten Rekonstruktion des Cembalisten und Musikwissenschaftlers Alexander Ferdinand Grychtolik. Es musizieren der Madrigalchor bei St. Anna, die Capella bei St. Anna sowie die Solistinnen und Solisten Anna-Lena Elbert (Sopran), Franziska Bader (Alt), Oliver Kringel (Tenor, Evangelist und Arien), Raphael Sigling (Bass, Jesus) und Andreas Burkhart (Bass, Arien). Die musikalische Gesamtleitung hat Kantor Johannes Eppelein. Die Markuspassion gilt nach der Johannes- und der Matthäuspassion als Bachs dritte große Passionsmusik. Sie wurde am Karfreitag 1731 in Leipzig erstmals aufgeführt. Besonders umfangreich beteiligt ist bei ihr der Chor: Neben dem üblichen groß angelegten Eingangs- und Schlusschor sowie den Turba-Chören gemäß dem Markusevangelium strukturieren, reflektieren und kommentieren nicht weniger als 16 Choräle (mehr als in Johannes- und Matthäuspassion) die Leidensgeschichte Christi.
Anders als die beiden bekannten Passionen ist die Markuspassion jedoch nur fragmentarisch überliefert: Erhalten blieb das Libretto des Dichters Christian Friedrich Henrici („Picander“) in mehreren Textheften und Bachs „Trauerode“ (BWV 198) als gesicherte Parodie-Vorlage für Eingangs- und Schlusschor sowie dreier Arien. Große Teile der Musik sind allerdings verlorengegangen, was in der Bach-Forschung häufig als einer der schmerzlichsten Verluste der Musikgeschichte bewertet wird. Auf Grundlage historischer Quellen, überlieferter Fragmente und möglicher Parodievorlagen – also Musik aus anderen Werken Bachs, die er selbst in neuen Zusammenhängen wiederverwendete – rekonstruierte Alexander Ferdinand Grychtolik die fehlenden Teile der Markuspassion. Für fehlende Passagen, insbesondere Rezitative und Turba-Chöre, orientierte er sich v.a. eng an Bachs Matthäuspassion. So entstand eine stilistisch geschlossene Rekonstruktion der Markuspassion, die das Werk nicht als Fragment, sondern in einer knapp zweistündigen Aufführungsfassung erlebbar macht – eine mehr als hörenswerte Pasticcio-Passion also, (nahezu) gänzlich aus der Feder Johann Sebastian Bachs, die den Vergleich zu ihren beiden älteren Schwester-Passionen nicht zu scheuen braucht.
Karten für das Konzert...
...sind über den Ticketanbieter Reservix erhältlich. Neben der Möglichkeit, sich online selbst ein Ticket zu buchen, können Sie auch zu einer der zahlreichen Reservix-Vorverkaufsstellen in Augsburg gehen oder die Tickethotline 0761-88849999 anrufen. Tickets sind außerdem zu den Öffnungszeiten im Kirchenmusikbüro in der Fuggerstraße 8 (nur Barzahlung) erhältlich.
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Der Einlass zum Konzert ist mit dem klassischen Reservix-Ticket ebenso möglich wie mit einem print@home- oder einem Handyticket.
Die Karten kosten 42,- €/35,- €/28,- €/20,- €/12,- € (ermäßigt: 35,- €/28,- €/20,- €/12,- €/8,- €). Ermäßigungsberechtigt sind Menschen bis zur Vollendung des 30. Lebensjahrs sowie Menschen mit Behinderung (Grad der Behinderung ab 60%). Eingetragene Begleitpersonen benötigen kein Ticket und zahlen keinen Eintritt.
Fast 90% unserer Plätze sind als feste Platzkarten buchbar. Die fünf Preiskategorien geben dabei darüber Aufschluss, wie viel Sicht Sie vom jeweiligen Platz auf die Ausführenden haben. Das Hörerlebnis ist auf allen Plätzen annähernd gleich gut. Alle 762 Plätze, davon fünf speziell für Rollstuhlfahrer:innen, sind garantierte Sitzplätze.